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Nichts ist so beständig wie der Wandel. Dieser Satz, der auf den griechischen Philosophen Heraklit zurückgeht, hat heute mehr Gültigkeit denn je. Ob in der Führungsetage eines Unternehmens, im Spitzensport oder im ganz privaten Beziehungsleben: Wir sind ständig mit Veränderungen konfrontiert. Doch warum fällt uns der Wandel oft so schwer? Warum reagieren wir auf neue Software im Büro mit demselben Widerstand wie auf eine Verletzung im Sport oder eine Trennung im Privatleben.

Als akademischer Mentalcoach und Change-Manager erlebe ich täglich, wie Menschen und Organisationen mit diesen Umbrüchen ringen. Die gute Nachricht ist: Es gibt eine Landkarte für dieses Terrain. Das erweiterte Modell der Veränderungskurve (in Anlehnung an Kübler-Ross) bietet uns Orientierung. Es zeigt uns, dass unsere Gefühle – von der ersten Vorahnung bis zur Integration – völlig normal sind.

In diesem Artikel tauchen wir tief in die Psychologie der Veränderung ein. Wir beleuchten das detaillierte 8-Phasen-Modell und wie Sie mit mentaler Stärke das „Tal der Tränen“ nicht nur durchschreiten, sondern gestärkt daraus hervorgehen.

Das Modell: Die 8 Phasen der Veränderung

Oft wird Veränderung erst ab dem Schock betrachtet. Doch psychologisch beginnt der Prozess früher. Hier ist der vollständige Zyklus, den wir durchlaufen:

1. Vorahnung (Sorge)

Noch ist nichts offiziell, aber „es liegt etwas in der Luft“. Gerüchte im Unternehmen, ein Ziehen im Knie beim Sportler oder eine Distanz beim Partner. Diese Phase ist geprägt von Unruhe und Unsicherheit. Der Stresspegel steigt bereits hier, oft unbemerkt.

2. Schock (Lähmung)

Das Ereignis tritt ein. Die Kündigung wird ausgesprochen, die Diagnose gestellt. Die erste Reaktion ist oft Starre. Unser System kann die Information noch nicht verarbeiten. Die Handlungsfähigkeit sinkt abrupt auf den Nullpunkt.

3. Verleugnung (Abwehr)

„Das kann nicht wahr sein“, oder „Das betrifft mich nicht“. Es ist ein Schutzmechanismus der Psyche. Wir tun so, als ob alles beim Alten bliebe. Im Business erleben wir hier oft das krampfhafte Festhalten an alten Prozessen („Das haben wir schon immer so gemacht“).

4. Aggression (Wut)

Die Realität lässt sich nicht mehr leugnen, und das erzeugt Energie – leider oft destruktive. Wir suchen Schuldige. Wut auf den Chef, den Trainer, den Partner oder auf sich selbst. Diese Phase ist der „falsche Gipfel“ der Kurve: Wir sind aktiv, aber im Widerstand.Change-Kurve - Kurve der Veränderung - Wandel - Akad. Mentalcoach und Zert. Change-Manager Michael Deutschmann, MSc - Die Anatomie des Wandels: Wie wir Veränderungen meistern und gestärkt daraus hervorgehen - Mentaltrainer Mentalcoach Mentalcoaching Supervisor Supervision – Michael Deutschmann, MSc – Mental Austria – Sautens Ötztal Imst Tirol – Coach – Führungskräftetraining – Teamtraining – Businesscoaching – Führungskräftecoaching – Teamcoaching – Gruppendynamik – Persönlichkeitsentwicklung – Teamentwicklung – Organisationsentwicklung – Konfliktcoaching – Konfliktcoach – Supervision – Supervisor – Psychologische Beratung – Psychosoziale Beratung – Unternehmensberatung – Organisationsberatung – Organisationsentwicklung – Change Management – mentale Resilinz - Change-Management mit mentalem Fokus - Veränderungsmanagement

5. Rationale Einsicht (Frustration)

Der Kopf versteht: „Ich komme hier nicht aus.“ Wir erkennen, dass Wut nichts bringt. Doch emotional sind wir noch nicht bereit. Das führt zu tiefer Frustration. Wir wissen, was zu tun wäre, können es aber noch nicht fühlen oder wollen.

6. Trauer & Emotionale Akzeptanz (Tal der Tränen)

Dies ist der tiefste Punkt der Kurve. Der Widerstand bricht zusammen. Trauer über den Verlust des Alten macht sich breit. Doch genau hier liegt der Wendepunkt. Nur wer loslässt, hat die Hände frei für Neues. Hier ist Resilienz der entscheidende Faktor.

7. Öffnung (Neugier & Ausprobieren)

Der Blick richtet sich langsam nach vorne. Man tastet sich an die neue Situation heran. Ein Sportler beginnt mit alternativen Trainingsmethoden. Ein Team testet die neuen Arbeitsabläufe. Es gibt erste kleine Erfolge, die das Selbstvertrauen füttern.

8. Integration (Selbstvertrauen)

Die Veränderung ist zur neuen Normalität geworden. Die Handlungsfähigkeit übersteigt oft das ursprüngliche Niveau, da wir durch den Prozess gewachsen sind. Das Neue wurde vollständig assimiliert.

Anwendung in der Praxis: Ein Kaleidoskop des Lebens

Die Phasen sind universell, doch der Kontext bestimmt die Intensität. Schauen wir uns an, wie sich dies in meinen Kernbereichen zeigt.

Wirtschaft & Change-Management

Führungskräfte übersehen oft Phase 1 (Vorahnung). Wenn der offizielle „Change“ verkündet wird (Phase 2), hat das Team oft schon Wochen der Sorge hinter sich.

Der Experten-Tipp: Transparenz in Phase 1 verhindert, dass Phase 4 (Aggression) später eskaliert. Als Supervisor unterstütze ich Teams dabei, diesen emotionalen Rückstau aufzulösen.

Leistungssport & Musik

Für einen Spitzensportler ist Phase 4 (Wut) oft gefährlich, da sie zu Übertraining oder riskantem Verhalten führen kann.

Der Mental-Fokus: Wir nutzen Techniken, um die Energie der Wut in Fokus umzuwandeln und die Phase der Trauer (Phase 6) als notwendige Regeneration zu akzeptieren, statt sie zu bekämpfen.

Wie Sie die Kurve meistern: Strategien aus dem Mentalcoaching

Wir können die Kurve nicht überspringen, aber wir können die Tiefe des Tals und die Verweildauer darin beeinflussen.

  • Achtsamkeit bei Vorahnung: Nehmen Sie Ihre Intuition ernst. Bereiten Sie sich mental vor, statt zu verdrängen.
  • Gefühle validieren: Wut und Trauer sind keine Schwäche, sondern notwendige Schritte der Verarbeitung.
  • Reframing: Betrachten Sie die Situation neu. Statt „Warum passiert mir das?“, fragen Sie: „Wozu fordert mich das heraus?“
  • Professionelle Begleitung: Ein Blick von außen – sei es durch Supervision oder Coaching – wirkt oft wie ein Kompass, besonders wenn man im „Tal der Tränen“ die Orientierung verliert.

Fazit: Veränderung als Wachstumsmotor

Das 8-Phasen-Modell zeigt uns: Es ist okay, Sorge zu haben, wütend zu sein oder zu trauern. Als Change-Manager und Mentalcoach ist es mein Ziel, Sie nicht vor dem Wandel zu bewahren, sondern Sie zu befähigen, ihn als Katalysator für Ihren Erfolg zu nutzen.

Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, Ihre Resilienz zu stärken. Denn am Ende der Kurve wartet nicht nur der alte Status quo, sondern eine neue, stärkere Version Ihrer selbst.


Michael Deutschmann, MSc

Zert. Change-Manager, Akad. Mentalcoach & Supervisor

Persönlichkeits-, Team- & Organisationsentwicklung

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Herzliche Grüße

Michael Deutschmann, MSc

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